Rezension – Das Hotel der Erinnerung

Werbung – Rezensionsexemplar

Hallo Bücherwurm,

heute habe ich eine Rezension zu einem Buch für euch, dass vom Genre her nicht unbedingt in mein sonstiges Leseverhalten passt. Aber hin und wieder mag ich etwas Abwechslung. Das Buch habe ich auf der Frankfurter Buchmesse auf einer Veranstaltung des Carlsen Verlages erhalten und mich sehr darüber gefreut.

Das Buch:

Autor: Chelsea Bobulski
Verlag: Carlsen
Genre: Thriller/Krimi (ab 14 Jahren)
Erscheinungsdatum: 30.08.2019
ISBN: 978-3551318138
Format: Taschenbuch
Preis: 13,00€
Seitenzahl: 352 Seiten

Inhaltsangabe:

Als die 16-jährige Nell mit ihrem Vater in das Grand Winslow Hotel zieht, hofft sie die dunklen Jahre nach dem Tod ihrer Mutter endlich hinter sich lassen zu können. Das opulente Resort scheint der perfekte Ort für einen Neuanfang zu sein. Doch dann tauchen an den Wänden plötzlich mysteriöse Nachrichten auf. Und Nell wird von Albträumen geplagt, die schlimmer sind als je zuvor. Alles deutet auf eine Tragödie hin, die sich vor Jahrzehnten an diesem Ort ereignet hat. Kann Nell mit Hilfe des Hotelangestellten Alec verhindern, dass sich die schrecklichen Ereignisse wiederholen?

(Quelle: Carlsen)

Meinung:

Das Cover ist von den Farben her schlicht gehalten, passt gut zur Geschicht und spricht mich als Cover-Käufer auch aufgrund der „Fotos“ an.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir etwas schwer gefallen, da ich zunächst ein paar Probleme hatte die unterschiedlichen Zeitstränge und die jeweiligen Personen zuzuordnen da sich diese häufig ändern.

Sehr bildhaft und detailliert ist der Schreibstil der Autorin, was auch der Grund war, das ich immer besser in die Geschichte hinein kam. Anschließend konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Die unterschiedlichen Zeitstränge sind sehr anschaulich, sodass man sich die Szenen in der jeweiligen Epoche sehr gut vorstellen kann, auch wenn man sich sonst nicht so viel damit beschäftig.

„Versuch etwas fröhlicher auszusehen, ja? Du triffst gleich deinen Verlobten.“
„Natürlich, Vater. Wie unbedacht von mir.“
Er blickte mich noch einen Augenblick lang an. „Wir können uns glücklich schätzen, in dieser Lage zu sein, Aurelea. Vergiss das nicht.“

Hotel der Erinnerung, Seite 8

Wir erleben die Geschicht aus zwei verschiedenen Perspektiven: Vergangenheit und Gegenwart. Auch wenn das zu Beginn bei mir zu etwas Verwirrung geführt hat, ist dies essenziell für die Geschichte. So werden auch alle Fragen die man als Leser hat nach und nach aufgedeckt, aber es ist auch genügend Raum für Spekulationen. Ich konnte mich gut die Hauptfiguren hineinversetzen und die Autorin hat es geschafft die Emotionen super zu transportieren.

Rechne immer damit, dass etwas Gutes geschieht.
Mit diesem Mantra schleppe ich mich vorwärts, doch kurz vor dem dunklen Schlund der Eingangshalle schießt mir ein anderer Gedanke durch den Kopf.
LAUF.
Ich bleibe stehen.

Hotel der Erinnerung, Seite 16

Die Autorin schafft es die Spannung zu Beginn des Buches aufzubauen und bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Dabei werden immer mehr Hinweise eingebaut, die erklären, warum gewisse Dinge in der Gegenwartsperspektive geschehen. Ich habe sehr mir Nell mitgefiebert, mitgelitten und habe versucht alle Puzzleteile zusammen zu setzen. Zudem möchte man unbedingt herausfinden, wie die beiden Hauptprotagonistinnen Lea und Nell in den beiden Zeitsträngen miteinander zusammenhängen.

Dann beugt er sich vor und seine gletscherblauen Augen strahlen sanft, während er seine Wange an meine schmiegt und mit den Lippen beinahe meine Orläppchen berührt. „An mich sollst du dich erinnern.“

Hotel der Erinnerung, Seite 172

Im letzten Drittel nimmt das Buch nochmal fahrt auf und die Ereignisse überschlagen sich fast. Dabei blieb an mancher Stelle kaum Zeit alles zu verdauen bevor schon das nächste Geheimniss offenbart wurde oder ein Plottwist auf den Leser wartete.

Fazit:

Das Buch „Das Hotel der Erinnerung“ bietet eine Mischung aus Nostalgie, Mystery und Thriller-Elementen sowie viel Gefühl. Mich konnte die Geschichte nach anfänglichen Startschwierigkeiten durchwegs fesseln und ist meiner Meinung nach auch für Leser geeignet, die sonst vielleicht nicht in diesem Genre unterwegs sind. Somit ist dieses Buch für mich eine tolle Zwischendurchlektüre.

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