Rezension – Die Katze des Dalai Lama

Hallo ihr Bücherwürmer,

heute gibt es eine Rezension zu einem Buch, bei dem mir die Einordnung in ein passenden Genres schwer getan habe und mich letzten Endes für die von Amazon entschieden habe. Doch ganz egal welches Genre, hier kommt nun meine Meinung zu diesem etwas anderen Buch.

Die Katze des Dalai Lama

Das Buch:

Autor: David Michie
Verlag: Lotos
Genre: Biografischer Roman
Erscheinungsdatum: 26.05.2014
ISBN: 978-3778782446
Format: e-book
Preis: 13,99€
Seitenanzahl: 272

Inhaltsangabe:

»Der Dalai Lama ist ein Meister im Umgang mit dem Dosenöffner«, weiß His Holiness’s Cat. Dass er zudem einer der spirituellen Führer der Welt ist, findet die Hauskatze in Dharamsala durchaus angemessen. Während er Staatsmänner, Mönche, Prominente und andere Besucher unterweist, hält sie Hof. Was das Kätzchen dabei aufschnappt, gibt es – durch seine blauen, schrägen Augen betrachtet – auf ebenso inspirierende wie unterhaltsame Weise wieder. So erfährt man viel Berührendes und Überraschendes aus der Welt seiner Heiligkeit. David Michie gelingt ein kleines Kunststück: Seine Protagonistin holt die buddhistische Lehre auf den Boden und vermittelt »auf leisen Pfoten«, wie wir Menschen Glück und Sinn finden können.

(Quelle: Amazon)

Meinung:

In diesem Buch geht es – wie der Titel schon vermuten lässt 😉 – um die Katze des Dalai Lama, aber auch um den Buddhismus. Es ist aus der Perspektive der Katze geschrieben und wirklich sehr unterhaltsam. Dieser Blickwinkel ist für mich neu und hat einen ganz eigenen Charme.

Im ersten Kapitel erfahren wir, wie die kleine Katze überhaupt bei ihrem Besitzer, dem Dalai Lama, kommt und verfolgen von da an ihr Leben im Tempel. Sie erlebt einige Abenteuer und berichtet auf sehr lustige und inspirierende Weise davon und nebenbei werden in jedem Kapitel passend zur jeweiligen Situation buddhistische Weisheiten erläutert. Natürlich werden diese Weisheiten nicht der Katze erklärt, sondern beispielsweise den Besuchern des Dalai Lama oder Bewohnern des Ortes, in dem die Geschichte spielt. Die kleine Katze ist dabei immer der Beobachter dieser Gespräche, wendet dies auf ihr Katzenleben an um eine bessere Katze zu werden und erzählt uns als Leser davon.

Der Schreibstil ist zwar etwas gehoben, aber sehr angenehm und man findet leicht in die Geschichte hinein, vor allem weil sie dort beginnt, als alles seinen Anfang nimmt und die kleine Katze gerade einmal ein paar Wochen alt ist. Es wurde mit viel Humor und auch Ironie gearbeitet, somit kommen die lustigen Aspekte nicht zu kurz und ich habe beim Lesen oft Lachen müssen. Auch gerade weil ich selbst zwei Katzen habe und einem somit einige Situationen nur allzu bekannt vorkommen 🙂

Die Charaktere sind sehr liebevoll gestaltet, aber jedoch passend zu den Weisheiten natürlich sehr stereotypisch, da sie sich eben erst im Laufe des Buches ihrer Probleme bewusst werden und an sich arbeiten.

Durch die bereits angesprochenen Weisheiten wird man als Leser auf eine sehr angenehme Art zum Nachdenken angeregt. Um euch einen Eindruck hierfür geben zu können, habe ich mal ein paar schöne Zitate aus dem Buch herausgesucht.

Deshalb müssen wir auch auch alle anderen bewussten Lebewesen schützen. Und begreifen, dass wir ausnahmslos alle von zwei Grundbedürfnissen geleitet werden: dem Wunsch nach Glück und dem Wunsch, Leid zu vermeiden. (Seite 17)

Achtsamkeit bedeutet, seine Aufmerksamkeit bewusst und bedingungslos auf den gegenwärtigen Moment zu richten. (Seite 63)

Man hat einer Gruppe von zweitausend Smartphone-Besitzern eine Woche lang in unregelmäßigen Abständen immer dieselben drei Fragen gestellt: Was machen Sie gerade? Woran denken Sie gerade? Sind Sie glücklich? Dabei hat man herausgefunden, dass 47% der Menschen nicht an das dachten, was sie im Augenblick taten. Wie sich herausstellte, sind die Menschen viel glücklicher, wenn sie das, was sie tun, bewusst tun. (Seite 66)

Nichts geschieht ohne Grund, alles ist das Ergebnis von etwas anderem (Seite 102)

„Eine Katze weiß, was gut für sie ist“. Diese Sprichwort hört man ja bei jeder Gelegenheit. „Eine Katze frisst nur, wenn sie Hunger hat“, lautet eine weitere dieser Binsenweisheiten. Nun, liebe Leser, die Wahrheit sieht anders aus! (Seite 157)

Fazit:

Wer Katzen liebt und sich für den Buddhismus interessiert wird dieses Buch – genauso wie ich – lieben. Jedoch sollte auch jeder andere diesem Buch eine Chance geben, denn ich bin mir sich, dass er es nicht bereuen wird. Es ist einfach wundervoll geschrieben und ich hoffe, dass der Band genauso gut ist 🙂

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