Rezension – Neon Birds

Hallo Bücherwurm,

heute stelle ich euch ein Buch vor, dass zwar vom Genre her nicht zu meinem sonstigen Lesegeschmack passt, mich jedoch vom Cover und Klappentext her total angesprochen hat. Gelegentlich lese ich zur Abwechslung gerne ein wenig abseits der gewohnten Pfade.

Das Buch:

Autor: Marie Graßhoff
Verlag: Bastei Lübbe
Genre: Science-Fiction
Erscheinungsdatum: 27.11.2019
ISBN: 978-3404200009
Format: Taschenbuch
Preis: 15,00€
Seitenzahl: 464 Seiten

Inhaltsangabe:

Es ist das Jahr 2101. Ein außer Kontrolle geratener technischer Virus verwandelt Menschen in hyperfunktionale Cyborgs, die dem Willen der künstlichen Intelligenz KAMI gehorchen. In Sperrzonen eingepfercht, werden sie von Supersoldaten bekämpft, die man weltweit als Stars feiert. Doch die Mauern beginnen zu bröckeln. Sekten beten KAMI als Maschinengott an. Und während der Kampf zwischen Menschheit und Technologie hin und her wogt, versuchen vier junge Erwachsene, den Untergang ihrer Zivilisation zu verhindern …

(Quelle: Bastei Lübbe)

Meinung:

Das Cover sowie die Farben passen super zum Titel des Buches. Gut gefällt mir zudem auch, dass die Cover der beiden Folgebände dieser Reihe im gleichen Stil, jedoch mit anderen Farben gehalten sind.

Der Schreibstil der Autorin konnte mich recht schnell mitreisen, denn dieser ist sehr detailliert und bildhaft. Ich konnte mir die beschriebenen Orte sowie Personen sehr gut vorstellen und hatte das Gefühl mit den Protagonisten durch die Straßen zu laufen. Als Leser erleben wir die Geschichte nicht nur aus einer Perspektive, sondern aus der Sicht der einzelnen Charaktere. So kommt man bereits in Teil 1 die Welt aus 4 unterschiedlichen Sichtweisen erläutert.

Dennoch ist mir der Einstieg nicht so leicht gefallen, da ich mich erst in der von Marie geschaffenen Welt mit allen Begriffen, Orten und Personen zurechtfinden musste. Die in das Buch eingeflochtenen Akten sowie Charakterübersichten haben mir dabei sehr gut gefallen und so konnte ich einen tollen Überblick erhalten.

Marie Graßhoff nimmt uns mit in das Jahr 2101, in eine Welt in der die Menschen nur hinter Mauern leben können, in eine Welt in der sich die Menschen vor KAMI sowie den Moja fürchten. Sie baut direkt nach den ersten Seiten die Spannung auf und die Action beginnt. So landet man direkt im Geschehen und ist bereits mitten in der Geschichte. Spannungsgeladene Szenen wechseln sich mit ruhigeren Szenen ab in welchen wir weiter in die Welt sowie deren Charaktere eingeführt werden.

Nach und nach lernt man als Leser alle Charaktere kennen und Marie beschreibt diese sehr anschaulich und tiefgehend. Die einzelnen Protagonisten könnten dabei jedoch nicht unterschiedlicher sein. Die Verbindungen der Charaktere untereinander kommen teilweise erst im Laufe der Geschichte zum Tragen.

Themen wie Politik, Religion, Ausbildung, aber auch der Alltag bekommen in dieser Geschichte ihren Raum um die zukünftige Welt noch anschaulicher zu gestalten. Dabei kommt man immer tiefer in die Geschichte hinein und es fühlt sich an als wäre man mittendrin statt nur als Leser dabei.

In der von Marie geschaffenen Welt basieren viele Dinge auf möglichen Entwicklungen unserer derzeitigen Lebensweise, z. B. Klimawandel, technologische Weiterentwicklung sowie Experimente. Das hat mich als Leser zum nachdenken angeregt – nicht nur während des Lesens, sondern auch darüber hinaus.

Fazit:

Neon Birds ist ein sehr gelungener Auftakt der Reihe, es beinhaltet tolle Charaktere sowie eine spannende Welt und macht – nicht nur durch das Ende von Teil 1 – Lust auf mehr. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil, der bereits Ende Mai 2020 erscheinen wird und hoffe, dass auch dieser zu einem Lesegenuss werden wird. Ich kann es definitiv weiterempfehlen, auch wenn man sonst nicht in diesem Genre unterwegs ist.

Quelle der Illustrationen: Marie Graßhoff

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