Rezension – Zeilen ans Meer

Werbung – Rezensionsexemplar

Hallo Bücherwurm,

da das Wetter in der letzten Zeit nicht gerade toll ist und es sich eher wie April statt Mai anfühlt, habe ich die Zeit zum Lesen genutzt. Zur Abwechslung habe ich einen Roman gelesen, der in Briefform geschrieben ist. Einen lieben Dank an dieser Stelle an den Verlag Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar.

41vporpI5gL._SX314_BO1204203200_

Das Buch:

Autor: Sarah Fischer
Verlag: Bastei Lübbe
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: 29.03.2019
ISBN: 978-3-7857-2642-6
Format: Hardcover
Preis: 20€
Seitenzahl: 272 Seiten

Inhaltsangabe:

Der Australier Sam findet auf seiner Joggingrunde eine Flaschenpost. Die hat vor über fünfzehn Jahren die junge Deutsche Lena am Ende ihres Work & Travel-Jahres ins Meer geworfen, darin ein Brief mit ihren Wünschen und Träumen für die Zukunft.

Er schreibt ihr, ohne mit einer Antwort zu rechnen. Doch Lena bedankt sich beim Finder, und es beginnt eine Freundschaft, die sich mit jedem Brief vertieft. Bis die Liebe ins Spiel kommt. Doch kann man sich in einen Menschen verlieben, den man noch nie gesehen oder gesprochen hat? Dem man sich nah fühlt, obwohl er so weit weg ist?
(Quelle: Bastei Lübbe)

Meinung:

Das Cover ist sehr unscheinbar und schlicht gehalten, passt aber gut zur Geschichte. Normalerweise bin ich ja der totale Cover-Käufer, aber bei diesem Buch hat mich tatsächlich der Klappentext angezogen und nicht das Cover.

Da das Buch in Briefform geschrieben ist, habe ich einige Seiten gebraucht, bis ich in die Geschichte hinein gekommen bin. Doch gerade diese Form macht die Geschichte greifbar und das Buch zu etwas besonderem.

Mit Lena konnte ich mich sehr gut identifizieren, denn ich war selbst knapp ein Jahr im Ausland und weiß somit aus Erfahrung, wie einen diese Zeit verändert und welche Vorsätze und Wünsche man mitbringt wenn man wieder nach Hause zurückkehrt. Auch ihre Sehnsucht nach dem Land in dem man einen Teil seines Lebens verbracht hat kann ich total nachvollziehen.

In den Briefen zwischen Sam und Lena stecken so viel Gefühl und Emotionen und werden direkt auf den Leser übertragen. Durch die Briefe erhalten wir einen tiefen Einblick in den Alltag der Protagonisten, aber auch in die Gedanken, Gefühle, Zweifel und Ängste. Die Autorin schreibt die Geschichte mit so viel Detailliebe, das ich die beschriebenen Szenen sehr genau vor Augen hatte.

Die Verbundenheit der beiden entwickelt sich im Verlauf recht langsam, was ich aber sehr realistisch und faszinierend finde. Bei dieser Distanz ist es jedoch nur allzu verständlich, dass in dieser Beziehung nicht nur Höhen, sonder auch einige Tiefen und auch Missverständnisse gibt. Bis zur letzten Seite habe ich mitgefiebert, ob es ein Happy End für ihre Liebe gibt.

Fazit:

Ein sehr gefühlvolles Buch in Briefform, was die Geschichte noch intensiver werden lässt. Für mich war es eine liebevoll geschriebene Zwischendurchlektüre für gemütliche Lesestunden mit Sehnsuchtsfaktor nach Urlaub am Meer.

Kommentar verfassen